PARADONTOSEBEHANDLUNG - Behandlung von Zahnfleischentzündung, Zahnbettentzündung mit dem Laser
Natur der Zahnbettentzündung
Die mechanische Reinigung des entzündeten Zahnfleisches - Zahnsteinent-fernung, Polierung, Ebnung von abstehenden Plomben oder Kronenränder - ist in vielen Fällen zur Verringerung der Entzündung, für den Beginn des Heilungsprozesses ausreichend.
Bei schweren Fällen, bei denen tiefe und entzündete Zahnfleischtaschen die Zähne umfassen, reicht die mechanische Reinigung nicht mehr aus. In Folge tiefer latenter Entzündung beginnt die Erzeugung solcher Zellen, die den Zahn umgebenden Kieferknochen zerstören. Deshalb werden diese Zähne bei nicht rechtzeitiger Behandlung locker und müssen entfernt werden.
Zu den charakteristischen Anzeichen einer Zahnfleischentzündung zählen die Zahnfleischblutung beim Zähneputzen, unangenehmer Mundgeruch, rötlich-lila geschwollenes Zahnfleisch, mehr oder weniger bewegbare Zähne, Schmer-zen, stark oder nur zeitweise, oder beim Beissen. Das Röntgenbild zeigt eine kleinere oder grössere Zerstörung des Kieferknochens, die neben der Wurzelseite entstandene Tasche ist sichtbar.
Behandlungsablauf
Der Laserstrahl kann mit Hilfe des dünnen flexiblen Fadens in die Tiefe der Taschen, bzw. zu jedem Punkt, gebracht werden. Der leistungsstarke Laser-strahl zerstört die tiefsitzenden Bakterien, verdampft das kranke Gewebe bzw. startet das Zellenwachstum im Knochen. In den so gereinigten Taschen hört die Entzündung auf, ermöglicht die Taschenauffüllung mit Knochengewebe, wodurch der Zahn erneut festsitzen kann.
Vor dem Lasereingriff ist in allen Fällen eine gründliche mechanische Reini-gung nötig, die aus einer Zahnsteinentfernung mit Ultraschall und Polierung besteht. Die Laserbehandlung erfolgt unter Betäubung, so dass sie voll-kommen schmerzfrei ist. Jeder Zahn wird 2-3mal für 30-40 Sekunden mit dem Laserstrahl umlaufen. Die Behandlung eines ganzen Quadranten dauert nicht länger als 10 Minuten.
Wenn es um die Behandlung des gesamten Mundes geht, wird es pro Quadrant durchgeführt, d.h. der Mund wird nach viermaliger Behandlung fertig (wegen der Betäubung ist diese Aufteilung notwendig).
Die Behandlung pro Zahn oder Quadrant muss zwei- oder dreimal wiederholt werden, damit eine bessere Wirkung erreicht wird. Zwischen den Wieder-holungen muss eine drei- vierwöchige Pause eingelegt werden.
Über die Grenzen der Laserbehandlung
Leider hat natürlich auch die Laserbehandlung ihre Grenzen, nur bei ent-sprechender Indikation ist ein entsprechendes Ergebnis zu erwarten.
In einzelnen Fällen ist eine solche Immunkrankheit im Hintergrund, die nicht durch Laserbehandlung behoben werden kann. Da ist die Knochenzerstörung in erster Linie nicht auf Ablagerungen um das Zahnbett, Bakterien, entzün-detes Gewebe zurückzuführen, in vielen Fällen ist weder Zahnstein noch eine Entzündung zu sehen, trotzdem geht der Knochen langsam kaputt. Wegen Immunsystemschwäche kommt es im Wesentlichen zur Zahnbettvernichtung. In diesem Fall kann mit einer Laserbehandlung die Lebensdauer der ZÄhne verlängert werden, aber das Ergebnis ist nicht so wirkungsvoll.
In anderen Fällen ist die Zahnbettzerstörung schon so weit fortgeschritten, dass der Zahn nur noch vom entzündeten Gewebe gehalten wird und kein gesundes stimmulierbares Knochengewebe sichtbar ist. In diesem Falle ist es natürlich unmöglich den Zahn zu retten.





